Allegra Maria Widmer

Wiwasteka Allegra

(gesprochen Wiwaschteka Alleigra)

Wiwasteka bedeutet: Beautiful woman

Allegra wurde von Melanie Matter portraitiert !

Allegra Maria Widmer

geboren 1. August 1813

in Eggiwil / Bern

Tochter des Jakob und der Maria Widmer

ausgewandert im Jahre 1821

"befreit" im Januar 1829 von

Captain Barnes befehlhabender Kommandant

einer Dragonerabteilung des 4.Regiments Fort Loup,

unter dem Kommando Colonel Ulysses Montgomery,

Die wahre Liebe

Die wahre Liebe kennt keine Eifersucht;

sie ist rein und eine Wohltat für den Geist.

Sie ist die enge Verbindung der Seelen in vollkommener Zufriedenheit,

ein starker Hunger nach Zuneigung, der, wenn er gestillt ist,

das Herz überfliessen lässt, und eine Zufriedenheit, die Hoffnungen weckt,

ohne Unruhe zu verursachen.

Sie verwandelt die Erde in ein Paradies und das Leben in einen wunderschönen Traum.

Exposé

Wiwasteka Allegra - ein historischer Roman

Tagebücher und Berichte einer jungen Schweizerin aus dem Anfang des 19.Jahrhundert schildern das Leben, Lebensansichten und Weisheiten einer längst vergangenen Epoche in den USA, die durch Veränderung: Kriege/Revolutionen, gezeichnet war. Allegra ist eine einfache Frau, keine Amazone, sie erzählt von ihrer Befreiung durch die Armee aus den Klauen eines indianischen Stammes, den Ponca. Nicht fähig sich zu wehren, fügt sie sich gezwungenermassen den ihr auferlegten Pflichten als weisse, zivilisierte Frau, zeichnet ihre Verwirrung über die grossen Unterschiede zwischen der weissen Siedlernation und der Kultur der indianischen Urbevölkerung auf. Durch ihre Schriften, Berichte und Tagebücher lässt sie uns an ihrem neuen Leben in der Obhut eines ehrwürdigen Colonels (Oberst) und ihrer Vergangenheit, als Tochter Schweizer Bauern, vor Allem aber als Adoptivkind eines weisen Häuptlings teilhaben, so dass wir einen Einblick in zwei grundverschiedene Mentalitäten erhalten.

Zu Beginn des Romans steht Allegras grosse Sorge, die sie als Mutter und Frau Anfang 1836 hat, als ihr Ehemann ausgezogen ist, um während des texanischen Unabhängigkeitkrieges zu dienen. Allegra sieht ihre Existenz bedroht, sie fürchtet sich vor dem möglichen, erneuten Verlust ihrer wichtigsten Bezugsperson. Im Kindbett gibt sie sich ihren Erinnerungen an vergangene Tage hin. Zuerst ruft sie sich ihre unfreiwillige Befreiung, also ihre Gefangennahme, durch die Armee Anfang 1829 zurück. Statt vom ranghöchsten Offizier, Colonel Ulysses Montgomery, den Behörden übergeben zu werden, wie sonst üblich, wird sie von ihm in Sprache und Schrift unterrichtet. Allegra und Madeleine Brown, die Gattin des 1st Sergeants, die Allegra nun in den Fingerfertigkeiten einer zivilisierten Frau unterrichtet, sind die einzigen Frauen in dem abgelegenen Fort an der Grenze zum noch weit unerforschten Westen. Mit Hilfe Madeleine Browns lehrt dieser Colonel Allegra alles, was eine weisse zivilisierte Frau wissen muss, ohne sie zu brechen. Um das Erlernte fleissig zu üben, muss Allegra  Madeleine Brown bei ihren täglichen Arbeiten in Offiziersküche, Haus, Garten und eine zeitlang im Hospital des Forts helfen. Im Auftrag des Colonels verfasst Allegra nicht nur ihre Tagebücher, sondern auch Berichte über ihre Herkunft, die Reise nach Amerika, den Treck und ihre Zeit bei den Ponca. Nicht nur, um das Erlernte zu üben, sondern ihn auch zu unterhalten und sie, für Allegra nicht spürbar, an ihn zu gewöhnen. Schlussendlich gibt es für Allegra nur eine Möglichkeit ihre eigene Zukunft zu gestalten, ohne erneut einen herben Verlust hinnehmen zu müssen. Allegra möchte in der ihr gewohnten Umgebung, bei den ihr vertrauten Personen bleiben und nicht mehr, diesmal allein und ohne Schutz, ganz von Vorne beginnen müssen.

Allegra Maria Widmer, am 1.August 1813 in Eggiwil/Schweiz geboren, wandert Anfang 1821 mit ihren Eltern nach Amerika, mit Ziel Wisconsin, aus. Durch Unfall und Krankheit verliert sie, während des Trecks, ihre Eltern und wird von einem Ponca, Running Bear, in dessen Familie aufgenommen. Auf ihren eigenen Wunsch hin, darf sie bei den Ponca bleiben, lernt ihre Lebensweise, ihre Weisheiten und Güte kennen, bis sie im Januar des Jahres 1829 von einer Einheit der amerikanischen Armee gefangen genommen wird. In der kurzen Zeit eines halben Jahres erfährt Allegra sehr viel über die zivilisierte Lebensweise, erzählt viel über ihr indianisches Wissen, ihrem Leben und lernt die teils krassen Unterschiede dieser zwei Nationen kennen. Allegras Verwirrung über ihr neues Leben wird von der Angst um die eigene Zukunft unterstrichen. Colonel Ulysses Montgomery bittet sie, freundlich und voraussehend, für ein Jahr in Fort Loup zu bleiben und fordert sie auf, sich Gedanken über die eigene Zukunft zu machen. Würde Allegra eine Lehre beginnen oder ein Internat zur schulischen Weiterbildung aufsuchen, müsste sie einmal mehr ins Ungewisse eintauchen, was sie beängstigt, denn offensichtlich sind längst nicht alle weissen Menschen derart freundlich wie Colonel Montgomery oder Madeleine Brown. Speziell in Bezug auf Frauen, die eine zeitlang bei einem indianischen Stamm gewohnt haben, gehen Verständnis und Meinung weit auseinander. Für Allegra gibt es nur einen logischen Entschluss betreffend ihrer Zukunft, doch selbst dieser scheint durch äusserliche Umstände in Gefahr zu geraten.

Wiwasteka Allegras Hauptfiguren sind Allegra selbst, die fünfzehnjährige, im Jahr 1813 geborene sensible Frau, eine kleine und offensichtlich sehr schöne Frau und Colonel Ulysses Montgomery, im Jahr 1788 geboren, ein hoch gewachsener, athletischer Mann, der sein Leben der Armee verschrieben hat, jedoch seine Zukunft in seiner Heimat Virginia verbringen möchte, da er nun leben, nicht nur überleben möchte. Neben Madeleine Brown, ihrem Gatten 1st Sergeant John Brown, Murphy und Doktor Mac Gregor sind Allegras Poncafamilie, Running Bear, Omašte (sprich: Omaschte), Little Bear und Manitoša (sprich: Manitoscha), wichtige Nebenfiguren im Roman, die vor allem in ihren Berichten vorkommen, sie jedoch durch die ganze Zeit in Fort Loup begleiten. Vor allem Manitoša, eine alte weise Heilerin, die Allegra in der Naturheilkunde unterrichtete und Running Bear, Allegras Adoptivvater sind wichtig, doch dessen Sohn Little Bear und seine Frau Omašte runden die Familie ab. Running Bear versucht, entgegen seiner eigenen Aussage, es sei unmöglich, Allegra zu befreien, was er leider mit dem Leben bezahlt. Dies traurige Erlebnis muss für Allegra ebenfalls ausschlaggebend für ihre Entscheidungen sein, wenn auch nur unbewusst.

Auslöser für meinen Roman war Dreamwork Film „Spirit, der wilde Mustang.“ Nach mehrmaligem ansehen fragte ich mich, was mich an Spirits härtestem Gegner, einem hochnäsigen, bösartigen Colonel so fasziniert. Dieser Colonel scheint mürrisch und absolut verfahren in seiner amerikanischen Denkweise von damals zu sein. Ich fragte mich warum. Meine Erste Idee war, es müsse eine Frau sein, eine, die ihm wahrscheinlich davongelaufen ist, weil er so stur und engstirnig ist. Das quält jeden Mann, oder ist er gar nur beleidigt und in seinem Stolz verletzt? Aber dieser Colonel war lernfähig und nicht rachsüchtig, was ihn ungemein sympathisch machte. Meine Zweite Idee war, dieser Colonel zweifle im Grunde an der Richtigkeit seines Tuns. Er wollte helfen den Arm der Zivilisation weiter in den Westen auszubreiten, aber die Art und Weise könnte möglicherweise nicht seiner Überzeugung entsprechen. Und dennoch ist er gewillt, alles zu tun, was ihm von seiner Regierung aufgetragen wird. Über einen Mann zu schreiben hatte und habe ich keine Lust. Ebenfalls fragte ich mich, wie lebten Soldaten, die amerikanische Urbevölkerung und die Menschen allgemein zur damaligen Zeit wirklich. Ich wollte das Leben eines ganz gewöhnlichen Menschen erforschen und lernte: es gab keine gewöhnlichen Menschen, in unserem heutigen Sinn. Die Weltgeschichte wurde zum grössten Teil von Männern geschrieben, Frauen und vor Allem Kinder mussten sie mittragen und erdulden. Ich versuche den Leser die Tragik dieser Zeit erahnen zu lassen, ohne meine Hauptfigur als „Opfer“ leiden zu lassen. Allegra lebt, sie findet sich in konträren Lebenssituationen zurecht, bleicht sich selbst treu und positiv in ihrem Denken.

Ich begann mich über Trecks in den Westen zu informieren und stellte fest, dass die meisten Bücher nur über Männergeschichte handeln, Frauen sind reine Statisten, ein schönes Zückerchen, nebensächlich. Es gibt Frauenbücher über Pioniersfrauen, die unendlich schlimme Torturen auf sich nahmen, um in den Westen zu gelangen, wo sie sicher kein Paradies erwartete. Es war schockierend und abstossend zu erfahren, was tatsächlich in diesen Jahren geschehen ist. Mein Roman würde sicher nicht der einzige sein, der von diesen Frauenschicksalen berichtet, ich wollte auch nicht meine Hauptfigur in eine, von der Männerwelt unabhängige, Amazone verwandeln, das liegt mir nicht. Vor allem sehe ich nicht ein, dass eine Frau von heute die Frauen von gestern um jeden Preis in die heutige Denkweise pressen muss, was für mich erneut eine Untat den Frauen von damals gegenüber bedeutet. Die Frauen damals waren stärker als wir es je sein können, sie hatten keine Chance, sie hatten gegen Hunger, Krankheit, geographische Unbill, wetterbedingte Katastrophen, viele unvorhersehbare Vorkommnisse und zu all dem gegen ihre eigenen Landsleute – sogar Ehemänner - zu kämpfen. Sie mussten gezwungenermassen Prioritäten setzen und dies war das Überleben. Und sie sind die Mütter und Grossmütter der Frauen, die für uns all die selbstverständlich scheinenden Rechte erkämpften. Mein Ziel war es in meinem Buch nicht nur eine Geschichte für das Herz zu schreiben, sondern die oft verschwiegenen oder als nebensächlich = unwichtig herabgesetzten Tatsachen, in Bezug auf Frauen, aufzuzeigen und uns in Erinnerung zu rufen.

Nach der Lektüre eines medizinischen Buches, das den Vergleich zwischen indianischer Naturheilkunde und der damaligen Heroischen Medizin aufzeigte, schlug ich nicht nur drei Kreuze vor Glück, dass ich Ende des 20.Jahrhunderts geboren bin, allerdings taten mir auch die Männer leid. Ich las einige Bücher über „Covered Wagon Woman“, in denen die Geschichte und Tagebücher sowie Briefe von Pioniersfrauen beschrieben wurden. Eine hochinteressante Lektüre, die mich weiter zu Büchern der Reihe „More Than Petticoats“ führte, die bei mir ebenfalls einige Aufschreie und Zweifel, gar Aggressionen hervorruften. Allein die Recherche, wo und wann mein Roman stattfinden soll, war ein Abenteuer für sich, das mit dem Entschluss endete, der Roman müsse in einer relativ friedlichen Zeit handeln, an einem Ort, an dem keine kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Indianern und US-Armee von grosser geschichtlicher Bedeutung stattgefunden haben. Nebraska war die Lösung, im Jahre 1829 noch Louisiana Territorium, eigentlich auch unerforscht, jedoch fleissig von Trecks in Richtung Westen frequentiert, mit genügend Stoff für einen relativ friedlichen Roman.

Ich konnte meinen Colonel nicht als unsympathischen, bösartigen Militärkopf darstellen, für mich war er von Anfang an nicht nur sympathisch, aber ich wollte ihn auch nicht schön malen. Colonel Montgomery sollte glaubwürdig seine militärische Seite aufzeigen. Zufällig stiess ich auf Lieutenant General Georg Armstrong Custer, uns allen bekannt durch seine Niederlage am Little Bighorn, während der grossen, verherenden Indianerkriege Ende des 19. Jahrhunderts. Custer schrieb ein unglaublich schönes Buch über sein Leben in den Plains, obwohl uns bei der Lektüre dieses Buches, aus heutiger Sicht, das kalte Schaudern den Rücken runter läuft, denn er war nicht nur ein Massenmörder, er war ein Mann der die Lebensauffassung und Ansichten der damaligen Zeit erschreckend logisch erklären kann, ohne politisch oder naiv zu sein. Er wurde mir richtig sympathisch, während des Lesens, ich konnte seine Art verstehen, obwohl ich aus heutiger Sicht sein Handeln verurteile.

Ich gestehe, meines Colonels Erzählungen könnten von Lieutenant General Georg Armstrong Custer sein, denn sein Erzählstil kann keiner schreiben, schon gar keine Frau, also ist dieser Teil stark an ihn angelehnt, jedoch nicht abgeschrieben. Danke Custer. Natürlich kam Lektüre über Indianer dazu, ein ergiebiges Themengebiet, wenn man keine genaueren Informationen in deutscher Sprache erwartet. Überall ist das uns eingeprägte Indianerbild beschrieben. In Deutsch kann man kaum ein Buch über einen anderen Stamm als die Sioux = South und North Dakota finden. Die meisten, in englischer Sprache, sind nicht mehr erhältlich. Aber mit Geduld wurde ich auch über die Ponca fündig und war sehr überrascht, wie nahe ich diesem Volk in Gedanken gekommen war, ohne sie zu kennen.

Man kann behaupten, dass mein Roman eine Zusammenfassung mehrerer Bücher und Ideen aus Zeichentrickfilmen ist. Es ist aber auch eine kleine Laudatio an die Pioniersfrauen, die in 99% aller Hollywoodfilmen nur ein hübscher Nebeneffekt, einen schlechten Grund für wilde Auseinandersetzungen oder willige Puppen für lüsterne Cowboys darstellen (hier ein grosses Entschuldigung an die Ärztin aus Leidenschaft). 

Was haben die Damen Anfang 19.Jahrhundert getragen!

Für Interessierte habe ich ein paar Beispiele und Beschreibungen.

www.wiwasteka-allegra.com



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